Infrastrukturelle Probleme prägen Albanien und das benachbarte Kosovo. Vor allem in den bergigen, ländlichen Regionen sind die Straßen schlecht, Strom- und Wasserversorgung sind unzuverlässig.
Auf dem Lande leben viele Familien von einer traditionellen, wenige technisierten Landwirtschaft. Die unproduktiven Anbaumethoden reichen nur zur Selbstversorgung. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind in Albanien weit verbreitet. Zahlreiche Haushalte sind dringend auf die Überweisungen der im Ausland lebenden Verwandten angewiesen. Auch Kinderarmut ist in Albanien ein ernstes Problem.
Besonders arm und strukturschwach ist das Kosovo, das sich 2008 für unabhängig erklärt hat, was aber nicht von allen Staaten anerkannt wird. Die bergige Region wird mehrheitlich von Albanern bewohnt und hat jahrelang für ihre Unabhängigkeit von Serbien gekämpft. Dieser Kosovo-Krieg hat die wirtschaftliche Misere des Landes weiter verschärft. Über 40 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos, mehr als zehn Prozent Analphabeten, wobei besonders ältere Frauen betroffen sind.