So reich der afrikanische Staat an Rohstoffen ist, so mittellos sind viele Bewohner. Die Einnahmen aus Ölförderung und Diamanten-Bergbau kommen bei den Armen nicht an.
Offenbar verschwinden jährlich mehrere hundert Millionen US-Dollar auf den privaten Konten korrupter Politiker und Machthaber. Dagegen ist ein Teil der Einwohner sogar auf Nahrungsmittelhilfen aus dem Ausland angewiesen. Rund die Hälfte der Angolaner sind arbeitslos, drei Viertel gelten als arm. Der 25-jährige, erst 2002 beendete Bürgerkrieg hat die Wirtschaft des Landes schwer geschädigt.
Geradezu katastrophal ist die Gesundheitslage in Angola. Für die Mehrheit der Einwohner steht weder sauberes Trinkwasser noch eine medizinische Grundversorgung zur Verfügung. Epedemien können sich leicht ausbreiten und treffen vor allem die Armen und die Kinder. Die Kinder- und Säuglingssterblichkeit ist extrem hoch. Außerdem fordern die Landminen aus der Zeit des Bürgerkriegs immer wieder neue Opfer. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Angola liegt nur knapp über 40 Jahren.