Spenden Ratgeber


Armutsbekämpfung

Über eine Milliarde Menschen auf der Welt gelten als “absolut arm”. Die Vereinten Nationen haben sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, die Zahl Armer bis 2015 zu halbieren.

Mit Spenden lässt sich das vielschichtige Phänomen der Armut nicht unmittelbar bekämpfen, denn Transferzahlungen an die betroffenen Menschen helfen in der Regel nur kurzfristig. Allerdings können Spenden, wenn sie richtig eingesetzt werden, die Lebensperspektiven der Bevölkerung langfristig verbessern und damit indirekt die Armut verringern. Zum Beispiel können Spendengelder im Bildungssektor die Arbeitsmarktchancen der geförderten Personen und somit die Einnahmen steigern.

Es bestehen verschiedene Rechenmodelle, die feststellen sollen, ob jemand arm ist. Die Weltbank definiert als absolute Armutsgrenze, dass eine Person mit weniger als 1,25 US-Dollar täglich auskommen muss. Dabei wird, um die landestypischen Wirtschaftsverhältnisse zu berücksichtigen, die lokale Kaufkraft zugrunde gelegt. Nach dieser Definition waren im Jahr 2005 etwa 1,4 Milliarden Menschen arm. Die meisten armen Menschen leben demnach in Asien, wobei der prozentuale Anteil Armer an der Gesamtbevölkerung in Afrika am höchsten ist.

Der Internationale Währungsfond führt eine Liste, die die Staaten der Erde nach dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf sortiert. Kaufkraftbereinigt ergab sich für 2008 diese Rangfolge auf den letzten 10 Plätzen (Angaben in US-Dollar):

171. Malawi - 834
172. Togo - 810
173. Afghanistan - 758
174. Eritrea - 747
175. Zentralafrikanische Republik - 739
176. Niger - 738
177. Sierra Leone - 725
178. Guinea-Bissau - 485
179. Burundi - 389
180. Liberia - 373
181. Demokratische Republik Kongo - 328
… für Simbabwe keine Daten vorliegend …

Zum Vergleich: 22. Deutschland - 35.442