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Bildungsprojekte

Die Verringerung von Analphabetismus und gezielte Bildungsprojekte sollen weltweit Lebenschancen von Kindern und Erwachsenen verbessern.

Nach vorsichtigen Schätzungen können fast 800 Millionen Menschen weder Lesen noch Schreiben. Selbst in Deutschland gibt es 0,6 Prozent Analphabeten. Hinzu kommen sechs bis zehn Prozent funktionale Analphabeten, also Personen, die die deutsche Schrift nur sehr eingeschränkt gebrauchen können. Die Betroffenen besitzen schlechte Aussichten auf dem Arbeitsmarkt und haben auch im praktischen Alltag zahlreiche Einschränkungen - vom Einkaufen bis zum Ausfüllen von Antragsformularen.

In vielen Staaten ist das schlechte Bildungssystem ein ernsthaftes Entwicklungshindernis. Zwar unterhalten die meisten Länder kostenlose öffentliche Schulen, was allerdings wenig über Einschulungsquoten und den möglichen Lernerfolg aussagt. Klassen mit über 50 Schülern und schlecht ausgebildete Lehrer sind eher die Regel als die Ausnahme. Außerdem können viele arme Eltern die entstehenden Begleitkosten wie Schulbus, Schuluniform und Bücher nicht aufbringen und schicken ihre Kinder daher nicht zur Schule. Mädchen müssen im Durchschnitt häufiger auf Bildung verzichten als Jungen und brauchen daher besondere Förderung.

Vor allem in den so genannten Entwicklungsländern haben Schule und Erwachsenenbildung nicht nur die Aufgabe Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern auch praktisches Wissen für die Landwirtschaft, den Berufseinstieg oder die Haushaltsführung zu vermitteln. Eine wichtige Rolle spielt auch die gesundheitliche Aufklärung, zum Beispiel zur Kinderpflege und Aids-Prävention.