Neben den Menschen der brasilianischen Elendsviertel und Armutsregionen braucht auch die Natur Brasiliens viel Unterstützung.
In kaum einem anderen Land sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich so gewaltig wie in Brasilien. Während eine dünne Oberschicht in Reichtum lebt, existiert die Mehrheit der bald 200 Millionen Brasilianer in großer Armut. Die ärmsten 40 Prozent der Einwohner erwirtschaften nur neun Prozent des Haushaltseinkommens.
In vielen Landesteilen herrschen hohe Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Wirtschaftlich besonders zurückgeblieben sind der bevölkerungsreiche Nordosten des Landes sowie die Region Amazonien. Ein großes Problem ist auch die Landflucht, die die Millionenstädte wie Sao Paulo, Rio de Janeiro und Brasilia immer weiter wachsen lässt. Zahlreiche Elendsviertel (Favelas) und Straßenkinder sind nur zwei der negativen Folgen.
Dramatische Dimensionen hat in Brasilien auch die Zerstörung natürlicher Ressourcen, insbesondere des Regenwaldes, angenommen. Die Ursache ist häufig eine illegale Landnahme und anschließende Abholzung durch Großgrundbesitzer. Aber auch die arme lokale Bevölkerung ist darauf angewiesen, Feuerholz aus dem Wald zu entnehmen und trägt so zur Zerstörung bei. Auf diese Weise werden ebenfalls die Lebensgrundlagen der letzten, im Einklang mit der Natur lebenden Indianerstämme vernichtet.