In vielen Staaten der Welt ist die Gesundheitslage katastrophal. In einigen afrikanischen Ländern wie Angola, Sambia und Simbabwe liegt die Lebenserwartung nur bei rund 40 Jahren.
Hauptursachen der geringen Lebenserwartung sind eine sehr hohe Kindersterblichkeit von teilweise über zehn Prozent (jedes zehnte Kind stirbt, bevor es sechs Jahre alt wird), mangelnder Schutz gegen Infektionskrankheiten und Unterernährung. Obwohl die medizinische Grundversorgung in vielen Ländern kostenlos ist, erreicht sie die ärmsten Bevölkerungskreise oft nicht. Besonders auf dem Lande gibt es kaum Ärzte oder Krankenhäuser - und schon die Fahrt mit dem Bus in die Stadt ist für manche Menschen unbezahlbar.
Etwa drei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu frischem und gesundem Trinkwasser. Vor allem in den warmen Klimazonen können sich krank machende Bakterien im Wasser schnell vermehren. Verseuchtes Trinkwasser ist in Entwicklungsländern für einen hohen Anteil an den Todesfällen verantwortlich. Daher haben Trinkwasserprojekte eine hohe Priorität bei Spendenorganisationen.
Für einen dramatischen Rückgang der Lebenserwartung, besonders in einigen afrikanischen Ländern wie Südafrika, ist die schnelle und kaum gehemmte Verbreitung von HIV/Aids verantwortlich. Um die Aids-Epidemie einzudämmen, ist vor allem eine intensive und kulturell begleitete Aufklärung der Bevölkerung notwendig. Gesundheitsförderung und Bildungsprojekte hängen oft eng zusammen.