Das westafrikanische Land Guinea liegt in einer der ärmsten und am wenigsten entwickelten Regionen der Erde und hat mit zahlreichen Problemen zu kämpfen.
Trotz einiger Fortschritte in den vergangenen Jahren ist die Analphabetenrate noch immer Besorgnis erregend hoch. Viele Schätzungen gehen davon aus, dass über die Hälfte der Erwachsenen weder lesen noch schreiben können. Da höchstens zwei Drittel aller Kinder eingeschult werden (darunter mehr Jungen als Mädchen), wird sich diese Situation allenfalls in kleinen Schritten verbessern.
Dramatisch schlecht ist auch die Lage im Gesundheitswesen: Die Kindersterblichkeit beträgt knapp 15 Prozent, viele Kinder sterben bereits während oder kurz nach der Geburt. Eine wichtige Ursache für die Not der Menschen in Guinea ist die verbreitete Armut und Arbeitslosigkeit. Viele Einwohner können sich Bildung und Gesundheit einfach nicht leisten.
Seit ihrer staatlichen Unabhängigkeit im Jahre 1958 wurde die frühere französische Kolonie Guinea jahrzehntelang von diktatorischen Regimes geführt. Vor allem die Diktatur von Sékou Touré hat die wirtschaftliche Entwicklung des Landes behindert – eine Hypothek, mit der Guinea noch heute zu kämpfen hat. Ende 2010 wurde ein neuer Staatspräsident demokratisch gewählt, was Hoffnungen auf einen politischen Neubeginn des Landes nährt.