Das von Erdbeben und Cholera getroffene Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und zeichnet sich durch ein krasses Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich aus.
Das schwere Erdbeben, das Anfang 2010 das Land erschütterte, hat die erheblichen Probleme des Landes und seiner Bewohner weiter zugespitzt. Neben über 200.000 Todesopfern hat das Erdbeben über eine Million Obdachlose zurückgelassen, die nur langsam wieder menschenwürdige Unterkünfte erhalten können. Außerdem ist die Cholera-Epedemie weiterhin nicht gestoppt (Stand Ende 2011).
Über das Land Haiti: Die 40 Prozent ärmsten Haushalte erwirtschaften nur neun Prozent des Gesamteinkommens in Haiti. Dagegen erhalten die 20 Prozent reichsten Haushalte 63 Prozent des Einkommens. Zwei Drittel der Menschen leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze, viele von ihnen sind unterernährt und können weder Lesen noch Schreiben. Rund die Hälfte der Erwerbsbevölkerung ist arbeitslos. Weit verbreitet ist dagegen Kinderarbeit in ausbeuterischen, sklavenähnlichen Verhältnissen.
Zu den drastischen Wirtschaftsproblemen gesellt sich eine hochgradige politische Instabilität. Korruption, Amtsmissbrauch, Gewaltkriminalität und Wahlbetrug sind an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass die Insel Haiti in der Zugstraße von Wirbelstürmen liegt, die regelmäßig Zerstörungen anrichten. Viele Haitianer versuchen daher, ihr Land zu verlassen und im Ausland eine neue Existenz aufzubauen.
Spenden für Haiti
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