Ebenso wie Afghanistan ist auch der Irak von langen Kriegsjahren gezeichnet. Seit 1980 war das Land dreimal Kriegsschauplatz. Die Zahl der Todesopfer ist stark umstritten - einige Hunderttausend Menschenleben gelten als wahrscheinlich.
Eine Unterstützung brauchen vor allem die unmittelbaren Kriegsopfer wie Waisen, Witwen und Kriegsversehrte. Auch der Wiederaufbau der von Krieg und Handelsembargo geschädigten Wirtschaft sowie der Infrastruktur sind Mammutprojekte, die der Irak nur mit ausländischer Hilfe (zu der auch Spenden gehören) bewältigen kann. Erst eine funktionierende Ökonomie schafft die benötigten heimischen Arbeitsplätze und versorgt die Bevölkerung.
Das mit etwa 2,5 Prozent recht hohe Bevölkerungswachstum verstärkt die Armutsproblematik im Irak. Ein weiteres ernsthaftes Entwicklungshemmnis ist die in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegene Analphabetenrate: Mindestens ein Viertel der Einwohner kann nicht Lesen und Schreiben - andere Quellen gehen von weitaus höheren Werten aus.