Neben Armut und Ungleichheit leidet Kolumbien vor allem an den Auswirkungen von fast 50 Jahren Bürgerkrieg. Seit den 1960er Jahren kämpfen Drogenmafia, staatliche Einheiten und Rebellen gegeneinander.
Opfer des Konflikts ist häufig die Landbevölkerung. Allen Kriegsparteien konnten bereits Morde und Massaker nachgewiesen werden. Die unsichere Sicherheitslage, aber auch die Armut vieler Bauern, ist ein wichtiger Motor für die Landflucht. Heute leben drei Viertel der Einwohner in Städten, viele von ihnen in Armenvierteln. Relativ erfolgreich ist der kolumbianische Staat dagegen bei der Bekämpfung des Analphabetentums: nur etwa zehn Prozent der Einwohner sind des Lesens und Schreibens nicht mächtig.
Eine Unterstützung durch Spenden benötigen nicht nur die Armen Kolumbiens - auch die Natur braucht Hilfe. Kolumbien gilt als das Land mit der zweitgrößten Artenvielfalt weltweit. Vor allem der tropische Regenwald im Osten des Landes ist von konkurrierenden Nutzungsinteressen, zum Beispiel Holzeinschlag, bedroht. Auch der Bürgerkrieg trägt erheblich zur Umweltzerstörung bei.