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Moldawien

Moldawien (Moldau) ist das Armenhaus Europas. Das kleine Land zwischen Rumänien und Ukraine hat an die wirtschaftlichen Erfolge anderer ehemals kommunistischer Staaten nicht anknüpfen können.

Das nach Kaufkraft gewichtete Bruttonationaleinkommen beträgt umgerechnet rund 3000 US-Dollar pro Einwohner – also nur ein Zwölftel des deutschen Einkommens. Die Industrie ist stark unterentwickelt, die meisten Einwohner leben mehr schlecht als recht von der Landwirtschaft. Belastend für die wirtschaftliche Entwicklung ist der politische Konflikt um die moldawische Region Transnistrien, die nach staatlicher Unabhängigkeit strebt.

Etwa ein Viertel der Moldawier lebt und arbeitet im Ausland. Dass die Emigranten mehr Geld an ihre zu Hause gebliebenen Verwandten überweisen als im Lande insgesamt erwirtschaftet wird, unterstreicht die in Moldawien herrschende Armut. Schätzungsweise 50.000 Kinder wurden von ihren ausgewanderten Eltern in Moldawien zurückgelassen und müssen nun durch staatliche Fürsorge und private Spenden versorgt werden. Auch Kinderhandel und Kinderprostitution sind ein drängendes Problem.

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