Nicaragua gilt als ärmstes Land des zentralamerikanischen Festlands. Die heimische Wirtschaft hat vor allem durch die jahrzehntelange Somoza-Diktatur stark gelitten.
Rund 2500 US-Dollar beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen (kaufkraftbereinigt) pro Einwohner in Nicaragua. Das reicht für viele arme Menschen nur zum nackten Überleben. Schätzungsweise ein Viertel der Bewohner sind Analphabeten und haben daher besonders schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ein weiteres Problemfeld ist die Landflucht, die die Menschen vor allem in die Hauptstadt Managua treibt, wo sie oft ebenso schlechte Lebensbedingungen vorfinden wie auf dem Land.
Von 1937 bis 1979 herrschte die Familie Somoza in Nicaragua und eignete sich große Reichtümer an. Gleichzeitig verarmte die Landbevölkerung immer mehr. Seit der sandinistischen Revolution von 1979 schreitet Nicaragua voran auf dem Weg zu einem demokratischen Staat, in dem auch Spendengelder verlässlich eingesetzt werden. Nicht nur für soziale Projekte, sondern auch bei Katastrophen – Nicaragua liegt in der Zugbahn vieler Hurricane – braucht der Staat fremde Hilfe.