Neben einer ohnehin großen Armut sind die Menschen im Niger immer wieder von akuten Dürrekatastrophen betroffen.
Der Staat Niger liegt im westlichen Afrika und hat Anteil an der so genannten Sahelzone. Diese Region ist von stark schwankenden Niederschlägen gekennzeichnet. In regenreichen Jahren sichert die Landwirtschaft den Menschen ein bescheidenes Auskommen. Ist der Regen allerdings spärlich, drohen sehr schnell Hunger und Tod, da die Ernte ausfällt und die Menschen zu arm sind, um sich Nahrungsmittel zu kaufen.
In vielen Teilen der Sahelzone schreitet die Wüste voran und vernichtet Acker- und Weideland. Mit Begrünungsprojekten versucht man hier der Bodenerosion entgegenzuwirken. Viele landwirtschaftliche Flächen werden zu intensiv genutzt, da die Region (relativ zu ihrer Tragfähigkeit) zu dicht besiedelt ist und die Bevölkerung weiter schnell wächst.
Bei fast allen Indikatoren der Unterentwicklung nimmt Niger einen der hinteren Plätze auf der Welt ein. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung muss am Tag mit einem einzigen US-Dollar überleben. Mehr als zwei Drittel der Einwohner sind Analphabeten.