Seit Jahrzehnten ist der Sudan durch verschiedene Bürgerkriege zerissen. Derzeit befinden sich etwa vier Millionen Menschen auf der Flucht. Viele sind von Hunger bedroht.
Die wichtigsten Konfliktzonen sind der Südsudan und die Darfur-Region im Westen des Landes. In den Auseinandersetzungen spielen wirtschaftliche, ethnische und religiöse Aspekte eine Rolle. Während der Norden arabisch-islamisch geprägt ist (der Islam ist im Sudan Staatsreligion), leben im Süden vorwiegend christliche Schwarzafrikaner. Außerdem besitzt der Südsudan bedeutende Erdölvorräte.
Während der Bürgerkrieg im Süden etwas entschärft zu sein scheint, ist die Sicherheitslage in Darfur weiterhin schlecht. Hier leben schätzungsweise 2,7 Millionen Flüchtlinge, die aus ihrer Heimat vertrieben worden und sich kaum selbst versorgen können. In den Flüchtlingslagern haben internationale Hilfsorganisationen ein wichtiges Einsatzgebiet.
Kennzeichnend für den gesamten Sudan sind weit verbreitete Armut sowie große Defizite im Gesundheits- und Bildungssystem. Etwa 40 Prozent der Menschen sind Analphabeten.