Seit Jahrzehnten ist der Sudan durch verschiedene Bürgerkriege zerrissen. Derzeit befinden sich etwa vier Millionen Menschen auf der Flucht. Viele sind von Hunger bedroht.
Die wichtigsten Konfliktzonen sind der Südsudan, der seit Juli 2011 ein unabhängiger Staat ist, und die Darfur-Region im Westen des Landes. In den Auseinandersetzungen spielen wirtschaftliche, ethnische und religiöse Aspekte eine Rolle. Während der Norden arabisch-islamisch geprägt ist (der Islam ist im Sudan Staatsreligion), leben im Süden vorwiegend christliche Schwarzafrikaner. Außerdem besitzt der Südsudan bedeutende Erdölvorräte.
Während der Bürgerkrieg im Süden mit der beschlossenen Gründung eines eigenständigen Staates entschärft zu sein scheint, ist die Sicherheitslage in Darfur weiterhin schlecht. Hier leben schätzungsweise 2,5 Millionen Flüchtlinge, die aus ihrer Heimat vertrieben worden und sich kaum selbst versorgen können. In den Flüchtlingslagern haben internationale Hilfsorganisationen ein wichtiges Einsatzgebiet.
Kennzeichnend für den gesamten Sudan sind weit verbreitete Armut sowie große Defizite im Gesundheits- und Bildungssystem. Etwa 30 Prozent der Menschen sind Analphabeten.
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