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Südafrika

Obwohl die Wirtschaft Südafrikas einen hohen Standard erreicht hat, leiden viele Menschen Not. Soziale Ungerechtigkeit und Aids sind die wichtigsten Faktoren.

Auf den ersten Blick trägt Südafrika Züge eines modernen Industriestaats: Die Wirtschaftsleistung ist so hoch wie in keinem anderen afrikanischen Land, die Infrastrktur ist gut ausgebaut, Bildungs- und Gesundheitswesen haben in der Spitze ein hohes Niveau erreicht. Bei näherem Hinsehen offenbaren sich allerdings mannigfaltige Probleme. Zum Beispiel ist etwa ein Viertel der Erwerbsbevölkerung arbeitslos.

Die Folgen der bis 1990 geltenden Rassentrennung (Apartheid) und der postkolonialen Machtpolitik sind bis heute nicht überwunden. Die zehn Prozent umfassende weiße Bevölkerungsminderheit hat in der Regel bessere Chancen auf Bildung, Arbeit, Gesundheit und Wohlstand als die farbigen Einwohner Südafrikas. Perspektivarm ist vor allem die Wohn- und Lebenssituation in den Stammesgebieten der früheren “Homelands” sowie in den “Townships”, den trostlosen Vororten der Großstädte.

Dramatisch gesunken ist in den vergangenen Jahren die Lebenserwartung der Südafrikaner. Heute beträgt sie nur 50 Jahre (nach anderen Angaben noch weniger). Schuld ist eine HIV-Infizierungsrate, die mit fast 20 Prozent zu den höchsten der Welt zählt. In manchen Landesteilen beträgt die Aids-Rate über ein Drittel.

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