Neben der Armutsproblematik hat Tansania vor allem damit zu kämpfen, die medizinische Versorgung der Landbevölkerung sicherzustellen.
Da die Verkehrsinfrastruktur des Landes schwach entwickelt ist, müssen viele Menschen in den westlichen Landesteilen per Flugzeug aus der Luft versorgt werden. Dies gelingt nur mit Hilfe internationaler Spenden. Trotz dieser Bemühungen liegt die Kindersterblichkeit in Tansania über zehn Prozent, das heißt, mehr als jedes zehnte Kind stirbt vor Erreichung des fünften Lebensjahrs.
Einige Erfolge sind bei der Aids-Bekämpfung zu verzeichnen. Laut offiziellen Zahlen gelang es, die HIV-Infektionsrate auf 5,7 Prozent zu senken (Stand 2009). Diese Verbesserung und die sehr hohen Geburtenraten sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass die Bevölkerung um 3,1 Prozent pro Jahr zunimmt. Dieses kräftige Bevölkerungswachstum macht einen Teil der wirtschaftlichen Entwicklungserfolge zunichte.
Über 80 Prozent der Einwohner ernähren sich von der Landwirtschaft und besitzen kaum das Nötigste zum Leben. Mehr als jeder vierte Erwachsene kann weder Lesen noch Schreiben. Damit entspricht die Analphabetenrate derjenigen vieler anderer afrikanischer Staaten.
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